Seminararbeit schreiben lassen

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Seminararbeit sowie andere wissenschaftliche Texte variiert im Umfang und Aufwand. Jede Arbeit enthält eine Anzahl bestimmter Merkmale und Anforderungen, die von Bedeutung sind. Unter anderem: eine Fragestellung herauszubilden, kritisch und methodisch ein Problem zu behandeln, selbstständig Schlussfolgerungen zu ziehen, strukturierte und planmäßige Bearbeitung der Forschungsfrage. Dieser wissenschaftliche Weg führt bis zur Promotion.

Zu den am häufigsten verwendeten Schreibarten im Studium gehört die Seminararbeit. Dabei handelt es sich um einen wissenschaftlich gestalteten Text „im Kleinen“, der jedoch in seiner Form einem „echten“ großen Werk entspricht. Dies ist eine Vorübung, ein Trainingsfeld für die künftige Abschlussarbeit. Derjenige, der imstande ist, seine erste Seminararbeit selbständig zu verfassen, wird später ebenso eigenständig und ohne Schreibhilfe weitere akademische Texte bewältigen. Es kann aber sein, dass die Arbeit inhaltlich lobenswert, orthografisch aber nicht ganz ideal ist. Es gibt auch inhaltlich gute, aber dennoch unstrukturierte, chaotisch aussehende Texte, die ein Korrektorat erfordern.

Der Sinn der Seminararbeiten liegt also in der Übung, wissenschaftliche Probleme selbständig zu bearbeiten und das Ergebnis schriftlich, logisch und strukturiert darzustellen. Das gleiche gilt für eine Hausarbeit. In manchen Hochschulen besteht die Möglichkeit, ausgewählte Arbeiten in einem Kolloquium zu besprechen und auf diese Weise auch die mündliche wissenschaftliche Sprache zu trainieren.

Eine Seminararbeit verfassen Sie am schnellsten mit folgenden Tipps

Auch wenn eine Seminargruppe während des Semesters ein und dasselbe Thema behandelt, ist es dennoch möglich und notwendig, eine eigene Frage zu finden, die in der Seminararbeit abgehandelt werden kann. Da heutzutage sehr viele Forschungen online zur Verfügung stehen, und Bücher einfach und schnell via Internet-Anbieter zu erwerben sind, sollten Sie kein Problem haben, eine Literaturrecherche zu betreiben. Sie ist der Ausgangpunkt einer jeden Seminararbeit. Die Literaturrecherche kann sehr umfangreich sein, wenn es eine große Seminararbeit ist. Für eine kleinere Seminararbeit brauchen Sie eventuell gar keine neue Literatur, weil Ihnen die Quellen vorgegeben werden. Sie orientieren sich an konkreten Texten und analysieren sie. Oder Ihre Aufgabe zur Seminararbeit besteht darin, eine Projektidee zu entwickeln. Dann werden Sie u.U. bestimmte Kenntnisse in Computerprogrammen brauchen, um verschieden Tabellen, Grafiken zu erstellen.

Während der Literaturrecherche machen Sie gleichzeitig Notizen. Sie können sie später für die Arbeit benutzen. Auch wenn einige Quellen auf den ersten Blick nutzlos erscheinen, sollten Sie sie auch in die Liste aufnehmen; streichen können Sie sie später immer noch. Während des Studiums erhalten Sie Anweisungen zur Arbeit mit wissenschaftlichen Texten. Wie viele Quellen benutzt werden müssen, hängt vom Umfang der Arbeit ab. Sie können von zehn bis dreißig Quellen reichen. Nach der Literaturrecherche fangen Sie mit der Problemstellung an. Konkretisieren Sie Ihre Frage und Ihr Thema, es darf nicht zu breit gefächert sein. Fragen zu formulieren, die sich anhand dessen ergeben, was Sie schon über das Thema wissen, kann den Anfang Ihrer Arbeit bilden. Bei diesen Fragen geht es darum, jene Probleme ins Licht zu rücken, die für Sie interessant sind und die Sie mit Ihrer Arbeit beantworten möchten.

Sie haben sicherlich im Seminar die eine oder andere Präsentation zu bestimmten Problemfällen gehört. Oft ist eine Präsentation, nicht unbedingt nur die eigene, die erste Etappe beim Erstellen einer Arbeit. Sie erfahren, dass in der Seminararbeit verschiedene Ansätze, Behauptungen, Meinungen mehrerer Autoren/Wissenschaftler sowie deren Theorien Anwendung finden müssen. Das ermöglicht, Vergleiche zu ziehen, Argumente zu finden, Pros und Contras zu bezeichnen.

Der nächste Schritt ist das Schreiben selbst. Sie sollten vorher eine Gliederung entwerfen, Kapitel und einige Abschnitte ungefähr benennen und ihren jeweiligen Umfang abschätzen. Beim Schreibprozess schreiben Sie zunächst Ihre eigenen Gedankengänge als Stichpunkte auf. Dann fügen Sie dem Gerüst die Gedanken und Theorien anderer Wissenschaftler und Autoren hinzu, die Sie in den Publikationen fanden, die Sie gelesen haben – wenn sie sich in Ihren wissenschaftlichen Ansatz eingliedern lassen. Mit der Zeit finden Sie selbst den besten Aufbau Ihrer Arbeit heraus.

Ein guter Tipp: Versuchen Sie nicht, beim Schreiben gleich alles perfekt zu machen. Im Entwurf sind Fehler erlaubt, man kann sich ruhig noch ausprobieren. Lassen Sie das ruhig zu. Schreiben Sie direkt aus der Literatur Zitate heraus, diese können Sie später in der Arbeit verwenden. Denken Sie jedoch daran, diese Textstücke in richtiger Form und Weise als Zitate auszuweisen, also in Anführungszeichen zu setzen und/oder als Fußnote auszuführen.

Sie bauen Ihre Arbeit so auf, dass Sie für ein Forschungsproblem eine Lösung oder eine wissenschaftliche Erklärung finden. Das heißt, Sie überprüfen Ihre Hypothesen oder suchen nach den besten Ideen für Ihr Projekt. Der wissenschaftliche Vorgang muss nachvollziehbar und transparent sein. Je deutlicher Sie Ihre Gedanken und Thesen erläutern, desto verständlicher wird es für Ihren Dozenten, Betreuer oder generell den Leser. Natürlich soll der Text auch fachspezifisch und inhaltlich wertvoll sein. Auch sprachlich ist Niveau gefragt. Wenn Sie zum Schluss kommen, müssen Sie aufzeigen, was Sie mit Ihrer Untersuchung erreicht haben, welche Schwierigkeiten aufgetreten sind und welche kontroversen Aspekte und Belege Ihre Standpunkte untermauern.

Denken Sie beim Schreiben Ihrer Arbeit nicht ständig daran, die geforderte Seitenzahl zu erreichen und alles formal richtig zu machen. In erster Linie spielt die Qualität und ein gut geschriebener Inhalt eine Rolle. Sie sollten Ihr Thema erschließen, eine gewisse Menge Literatur in Betracht ziehen und das Ganze letztendlich kritisch betrachten. Sich selbst gegenüber kritisch zu sein, fällt besonders schwer, wenn man die Seminararbeit selbst verfasst hat. Deswegen es ist gut, wenn man einen objektiven Lektor mit dem Korrekturlesen betraut, oder einen Ghostwriter mit der Kontrolle der Rechtschreibung beauftragt. Formale Fehlerchen kann man später immer noch richten. Zögern Sie nicht, jemand Fremdes zu Rate zu ziehen und ihn einen Blick über die Arbeit werfen zu lassen.