Wissenschaftliche Arbeiten sind kritisch zu schreiben

wissenschaftliche Arbeiten
Sie wissen bereits, was es alles für wissenschaftliche Arbeiten gibt: Vorträge, Essays, Seminar- und Hausarbeiten, Projekt- und Studienarbeiten, Bachelor- und Masterarbeit? Wissen Sie auch, wie diese zu schreiben sind? Wir haben Tipps und Ratschläge für Sie, wie Sie mit jeglicher Aufgabe erfolgreich sind.

Am Anfang steht die Themenfindung

Jede wissenschaftliche Arbeit basiert zuerst auf einer guten Literaturrecherche und -Analyse. Dies ist nur unter einer Bedingung möglich. Wie soll man recherchieren und entsprechende Literatur bearbeiten, wenn man noch gar kein Thema hat? Deswegen ist die Bestimmung und Konkretisierung des Themenbereichs der erste Schritt beim Schreiben einer Arbeit. Das Thema sollte in Ihre Fachrichtung passen und (bei Ihnen) Interesse erwecken. Im Studium werden selten Arbeitsthemen an Studenten vergeben, da sie jeden Schritt im Prozess von Anfang bis Ende frei gehen müssen, um so ihre Kompetenz unter Beweis zu stellen. Sie suchen sich ein Thema aus, von dem Sie im Seminar/in der Vorlesung erfahren haben. Vielleicht sind Sie auch auf eine interessante Frage beim Lesen der einen oder anderen Literatur gestoßen. Eine gewisse Vorbildung haben Sie jedoch eher,, wenn Sie sich bereits im Seminar damit auseinandergesetzt und schon mal mit anderen Kommilitonen darüber diskutiert haben. Dadurch werden schon vorab viele Probleme und Argumente beleuchtet. Sie können später in der Arbeit tiefer auf diese Punkte eingehen.

Das Thema ist einfacher zu bestimmen, wenn Sie zu der Frage, die Sie interessiert, einen oder mehrere Artikel in wissenschaftlichen Magazinen lesen. Meistens entdecken Sie schon dort den Stand der Forschung zu Ihrem Thema. Dann können Sie es präzisieren. Es gibt aber auch Themen, die man einfach nehmen muss, weil der Professor gerade Vorlesungen dazu hält. Sie können jedoch auch in solchen Fällen das Thema für sich so zuzuschneiden, dass Sie was Besonderes und Einzigartiges vorstellen werden, auch, wenn Sie der gröberen Themenvorgabe des Dozenten folgen müssen. Jeder Verfasser hat einen eigenen Stil und eine eigene Auslegungsart. Versuchen Sie also, dass Ihre Federführung in der Originalität Ihrer Arbeit deutlich wird. Wenn Sie die Literatur durchstöbern, werden Sie auf verschiedene Texte stoßen, die das Thema, das Sie gerade für sich definiert haben, aus ihren eigenen Blickwinkeln betrachten. Alle Texte, die Ihnen sinnvoll für die Arbeit erscheinen, können und sollten Sie benutzen. Vergessen Sie aber nicht, sie in Ihrer Quellenangabe aufzuführen. Gut ist es, sich zu jeder Quelle einige Stichpunkte zu den Stellen zu machen, die für Ihren Text interessant sind. Textausschnitte werden Sie als Verweise oder Zitate und als alternative Meinungen, die Sie in Betracht gezogen haben, in die Arbeit einbauen.

Expertise einholen: wissenschaftliche Betreuer, Berater, Ghostwriter, Kommilitone

Wenn Sie eine kleine Arbeit anfertigen müssen, ist die Notwendigkeit einer Unterstützung viel geringer als bei einer großen Arbeit wie z. B. einer Dissertation. Jedoch ist auch hier eine Betreuung oder Gesprächsstunde beim Professor sinnvoll. Sie holen sich dann einen Rat, wenn Sie bereits eine Skizze Ihrer Arbeit oder eine Übersicht über die geplante Forschungsarbeit vorbereitet haben. Jede/r DozentIn schätzt das Interesse seiner/ihrer Studenten am Fach und Studium. Einerseits erfordert dies, dass Sie sich mit der Literatur und dem Stand der heutigen Forschungen zu Ihrem Thema bestens auskennen. Andererseits gibt es auch Experten, wie Ghostwriter, die Ihnen schnell einen solchen Plan erstellen können. Diese haben einen guten Überblick und Vorschläge für den Forschungsablauf. Literaturanalyse stellt eine Expertise dar. Deswegen fordern viele wissenschaftliche Betreuer von ihren Studenten, dass Sie sich mit einem bestimmten Wissenschaftler oder einem konkreten Autor auseinandersetzen, und zum Beispiel seine Werke obligatorisch in der Arbeit verwenden sollen. Basierend auf dieser Analyse befassen Sie sich mit zahlreichen Theorien und Meinungen sowie Forschungsmethoden. Sie lernen dadurch, wie eine wissenschaftliche Arbeit strukturiert werden kann. Dazu eignen Sie sich Kenntnisse der wissenschaftlichen Logik an und auf welchem Weg man zu neuen Erkenntnissen gelangen kann, denn viele akademische Arbeiten beschäftigen sich mit der Ver- und Bearbeitung von existierendem Material, Studien, Autoren, Forschungsergebnissen. Das nennt man Text- und Vergleichsanalyse.

Eine Haus- oder Projektarbeit behandelt aus der subjektiven Perspektive des Verfassers ein öffentliches aktuelles Thema, das zuvor schon von jemandem anderen erwähnt, dargestellt, analysiert wurde – unter Umständen aber nur aus einem anderen Blickwinkel. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in der knappen Zeit und mit nur wenigen zur Verfügung stehenden Ressourcen eine umfassende wissenschaftliche Studie durchführen können werden, ist leider gering. Oft ist nur ein Abriss oder eine Skizze möglich. Sie können jedoch bei der Bachelor- oder Masterarbeit versuchen, ein Thema umfänglicher zu bearbeiten. Im Studium üben Sie mit dem Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, aus dem Wissen verschiedener Experten eine plausible Argumentation zu entwickeln. Diese Argumentation soll dem Thema und der Problematik Ihrer Arbeit dienen.

Was ist daran wissenschaftlich?

Jede Arbeit, die Sie anfertigen werden, hat ein bestimmtes Ziel. Sie soll Ihre Kompetenz beweisen, an einem Thema konsequent und gründlich eine wissenschaftliche Untersuchung durchführen zu können. Wissenschaftlich bedeutet, anhand von Methoden und Theorien die von Ihnen vorgeschlagenen Thesen oder Ihre Projektidee auf ihre Validität zu überprüfen. Dafür verwenden Sie auch Literaturquellen als Referenzen oder Expertenwissen. Sie verweisen damit auf bereits erlangte wissenschaftliche Erfolge im jeweiligen Teilbereich der Arbeit. Wissenschaftlich ist auch, wenn Sie Quellen oder Methoden für Ihre Arbeit heranziehen, die bis jetzt von keinem verwendet wurden. Am Ende Ihrer Arbeit, sei es ein Aufsatz oder eine Seminararbeit, ziehen Sie Ihre Schlussfolgerungen. Sie können kurz, stichpunktartig und konkret sein. Sie können aber auch umfassender sein und einen Rückschluss zur Einleitung ziehen. Je aufwendiger die Arbeit ist, desto erkenntnisreicher werden die Schlüsse sein; am Ende der Arbeit fassen Sie die wichtigsten Behauptungen zusammen. Sie erklären außerdem in diesem Teil, ob sich die Methode, die Sie für die Arbeit ausgewählt haben, als nützlich erwiesen hat. Darüber hinaus kann in der Zusammenfassung ein Ausblick in die weitere Forschung vorgeschlagen werden.

Zu jeder wissenschaftlichen Arbeit gehören am Ende ein Literaturverzeichnis, Anhänge, Abbildungen oder andere zusätzliche Ausarbeitungen, Tests – eben das, was in der Arbeit verwendet wurde und daher als Beleg angeführt werden muss.