Zusammenfassungen schreiben im Studium


Zusammenfassungen schreiben im Studium

Zusammenfassungen sind eine nicht zu unterschätzende Hilfe im Studium. Sie setzen aber Schreib- und Lesekompetenz voraus. Natürlich hast du schon in der Schulzeit gelernt, Zusammenfassung zu schreiben. Einen wissenschaftlichen Text mit eigenen Worten wiederzugeben oder ein ganzes Modul zusammenzufassen, ist eine ganz andere Herausforderung.

Hier brauchst du Zusammenfassungen

Skripte, Bücher und Vorträge begleiten dein Studium. Dein Wissen nimmt zu und damit deine Fähigkeit, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen und selbst Fragen zu formulieren. Dazu ist es wichtig, immer wieder ein Résumé zu ziehen. Dabei helfen Zusammenfassungen, die deine persönliche Sachstandsmeldung zu deinem Wissen sind. Nimm daher in regelmäßigen Abständen Zeit, deine Kenntnisse und Erkenntnisse zusammenzutragen. Zitiere dabei die Lehrmeinungen und verlinke zu den Quellen, um deine Gedanken nach langer Zeit noch gut nachzuvollziehen.

Zusammenfassungen für die Prüfungsvorbereitung

Wenn du dich auf Klausuren oder mündliche Prüfungen vorbereitest, sind deine Zusammenfassungen besonders hilfreich. Da du die Hintergründe verstanden hast, genügen dir nun Kurzfassungen der vergangenen Vorlesungen. Um deinen Wissensstand zu überprüfen, kannst du vor dem Prüfungstag erneut eine Zusammenfassung schreiben und später mit deinen Notizen vergleichen und auf diese Weise dein Wissen noch einmal vertiefen. Die Fakten verankern sich in deinem Langzeitgedächtnis und bleiben sicher abrufbar.

Besser verstehen durch das Zusammenfassen

Wissenschaftliche Texte sind manchmal trotz Sachkenntnis schwer zu verstehen. Zusammenfassungen können beim Verständnis helfen. Sicher kennst du die Situation, dass du nach mehrmaligem Lesen glaubst, den Inhalt des Textes verstanden zu haben. Ob das so ist, wirst du aber erst wissen, wenn du die Aussagen mit eigenen Worten wiedergeben konntest. Mit einer Zusammenfassung kannst du das überprüfen. Teile sehr anspruchsvolle Texte in Teilabschnitte. Du hast nun zwei Möglichkeiten zur Vorgehensweise.

  1. Schreibe parallel zum Lesen auf, was du glaubst, verstanden zu haben.
  2. Die zweite Variante ist, dass du dich Stichpunkte notierst, die du später zu einem Text verbindest.

Du kannst dabei Mindmaps verwenden, um dich die Aussagen zu verdeutlichen. Trainiere beide Vorgehensweisen. Beide Wege führen dazu, dass du deine Zusammenfassung mehrfach schreiben musst. Das ist zwar arbeitsintensiv, wird dir aber helfen, komplexe Inhalte zu verstehen. Ende immer mit einer ausformulierten Zusammenfassung. Verwendet der Autor sehr lange Sätze, die das Verständnis erschweren, nimm dich die Sätze einzeln vor. Schreibe sie in kurze Sätze um, bis sie verständlicher werden.

Schaffe dein eigenes Recherchematerial

Lege dich frühzeitig einen eigenen Ordner mit deinen Zusammenfassungen an, damit hast du das Material für deine späteren Prüfungen zusammen. Unterscheide Zusammenfassungen von Vorlesungen und Seminaren von denen, die sich auf Texte beziehen. Sei bei Zusammenfassungen von Vorträgen besonders akribisch und lese deine Worte nach möglichst kurzer Zeit noch einmal kritisch. Wenige Tage danach kann dein Kurzzeitgedächtnis noch helfen, wenn beim Lesen Lücken oder unverständliche Zusammenhänge deutlich werden. Später wird es schwierig, die tatsächlichen Aussagen nachzuvollziehen. Stelle Zusammenhänge zu anderen Zusammenfassungen her. Der Vortrag wird sich auf ein Thema beziehen, mit dem du an anderer Stelle bereits zu tun hast oder dich in Zukunft befassen wirst. Mache entscheidende Punkte in deiner Zusammenfassung kenntlich. Später kannst du sie dann zuordnen. Das wird dir leichter gelingen, wenn du Zwischenüberschriften verwendest, die die Kernaussagen beinhalten.

Verbinde deine Zusammenfassungen!

Arbeite mit Textbausteinen und füge deine Beiträge zusammen. Damit dir das gelingt, solltest du wichtige Erkenntnisse und Fragestellungen markieren. Auch Randbemerkungen oder Kommentare können dir dabei helfen. So findest du sie schneller wieder und kannst sie bei Bedarf in andere Beiträge einfügen. Arbeite mit Satzverknüpfungen, damit die Verbindung flüssig ist und der Gedankengang deutlich wird. Diese Satzverbindungen können:

  • kausal
  • konditional
  • temporal
  • final
  • additiv
  • konsekutiv
  • adversativ
sein.

Deutlich wird das z. B. durch das verwendete Brückenverb. So wird erkennbar, ob eine Aussage eine andere voraussetzt, verursacht, auf etwas anderes folgt, etwas bewirkt, zu etwas führt, entgegen steht oder auch resultiert. Befasse dich regelmäßig mit diesen Satzverknüpfungen. Du wirst während deines gesamten Studiums damit zu tun haben.

Erkenne Fallstricke

Achte darauf, dass deine geschriebene Sprache sich deutlich von der gesprochenen unterscheidet. Vermeide Füllwörter und fasse dich möglichst knapp, ohne ungenau zu werden. Arbeite grundsätzlich mit vollständigen Sätzen und vermeide Schachtelsätze. Mehr als 20 Wörter sollte ein Satz nicht haben. Versuche dich so präzise wie möglich auszudrücken und vermeide Ausdrücke aus der Umgangssprache. Finde einige Beispiele, wie deine Zusammenfassung aussehen könnte.

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