Schreiben eines Essays als eine interessante Herausforderung


Schreiben eines Essays als eine interessante Herausforderung

Ein Essay ist in der Universität als Mischung aus Hausarbeit und Erörterung zu sehen. Er folgt einer klaren Struktur und beschäftigt sich mit einem klar abgegrenzten Thema, einer Fragestellung oder einem Problem. Im Vergleich mit anderen Textgattungen fällt auf, dass ein Essay eine persönliche Meinung beinhaltet und das Thema häufig aus einer subjektiven Sicht heraus betrachtet.

In der Universität lernen Studenten vor allem in geisteswissenschaftlichen Fächern, Essays zu verfassen. Hierzu wird einige Übung benötigt, da das Essay strukturell und inhaltlich klaren Regeln folgt, die dem Verfasser zwingend bekannt sein müssen. Es handelt sich in jedem Falle um eine Abhandlung, die – grob umschrieben – einen „geistreichen Inhalt“ aufweist und diesen recht kurz, aber dennoch anspruchsvoll diskutiert. Das Ziel des Essays ist es, ein bestimmtes Thema bzw. Problem zu erörtern, die Meinung des Verfassers wiederzugeben und zu begründen und dem Leser Denkanstöße hinsichtlich des behandelten Themas zu vermitteln. Das Essay folgt klaren Regeln und weist eine klare Struktur auf, deswegen diese soll im Folgenden kurz erläutert werden.

Die Einleitung

Die Einleitung dient dem Einstieg in das zu behandelnde Thema. Es ist sinnvoll zu erläutern, weshalb das vorliegende Thema gewählt wurde und welche Probleme mit diesem verbunden sind. In diesem Zusammenhang kann es hilfreich sein, aktuelle Ereignisse aufzugreifen. Derartige „Aufhänger“ erleichtern den Einstieg in die zu behandelnde Thematik in der Regel erheblich und helfen dem Leser, die Problematik zu begreifen und konkrete Bezüge zur Lebenswelt zu schaffen.

  • Das Thema bestimmen und Problem erläutern

Das Thema kann entweder frei gewählt werden oder wird durch den Dozenten vorgegeben. Ein Essay befasst sich in jedem Falle mit einer Problemstellung, einem empirischen bzw. wissenschaftlichen Problem, einer strittigen Fragestellung oder ähnlichen Umständen. Dir als Student steht somit eine große Bandbreite an möglichen Themen zur Verfügung. Du solltest den Inhalt ihres Essays mit Bedacht wählen. Die Themen, die dich interessieren, sollten in Betracht gezogen werden. Wird das Thema durch den Dozenten vorgegeben, musst du dich selbstverständlich mit diesem arrangieren.

In der Regel wird die Themenwahl in der Einleitung begründet. Wie du dies anstellst, bleibt dir vollkommen überlassen – auch Anekdoten oder andere erheiternde Erklärungen für das Aufgreifen der Themenstellung sind möglich. Du solltest mit der Einleitung bezwecken wollen, den Leser zum Lesen deines Essays zu animieren.

Der Hauptteil

Dieser Teil stellt das Herzstück deines Essays dar und in diesem befasst du dich mit der eingangs erläuterten Themenstellung. Er umfasst drei bis fünf logisch verständliche Argumente zur aufgestellten These. Hierzu solltest du wichtige Aussagen und Definitionen erläutern, die in Verbindung mit deinem Thema stehen – achte darauf, mehrere Perspektiven einzunehmen und nicht auf einem einzigen Standpunkt zu beharren.

Das Ziel des Hauptteils besteht darin, Positionen bzw. Thesen zu begründen und/oder zu belegen. Hierbei solltest du nicht lediglich deine eigenen Annahmen, Thesen und Meinungen, sondern auch der anderen Menschen – die von Wissenschaftlern, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben – analysieren. Letztendlich ist es irrelevant, welchen Standpunkt du einnimmst, solange du diesen anhand von Beispielen und Begründungen untermauern kannst. Hierfür ist es selbstverständlich von großer Bedeutung, vorherrschende Meinungen zu erwähnen und kritisch zu betrachten.

  • Betrachte das Thema aus mehreren Perspektiven

Das Ziel des Essays besteht nicht darin, eine wissenschaftlich fundierte Aussage zu treffen, sondern das Thema aus mehreren Perspektiven heraus zu betrachten und den letztendlich gewählten Standpunkt logisch und schlüssig zu begründen. Dies zielt letztendlich darauf ab, den Leser mit der gewählten Thematik vertraut zu machen und ihm Denkanstöße zu geben. Wenn der Leser sich nach dem Lesen deines Essays weiterhin mit der dargelegten Thematik beschäftigt , hast du dein Ziel erreicht.

Vielen Studenten fällt es schwer, seine eigenen Gedanken zu begründen und logisch darzulegen. Dies kann erreicht werden, indem die eigenen Gedanken strukturiert und anschließend aus einer neutralen Sicht heraus betrachtet werden. Hiefür sind „Mind-Maps“ und ähnliche Strukturierungsmethoden recht hilfreich – sie zeigen Verbindungen zwischen einzelnen Gedanken und Meinungen auf. Es sei dir angeraten, eine solche Mind-Map anzulegen, bevor du mit der Ausarbeitung deines Essays beginnst.

Der Schluss

Der Schlussteil dient nicht der erneuten Aufzählung der zuvor genannten Argumente. Viel mehr sollte eine Stellungnahme zum gewählten Thema verfasst werden. Du solltest jedoch darauf achten, dass diese keine abschließende Aussage trifft. Viel mehr sollte sie abwägend sein und weitere Fragestellungen aufzeigen, die sich aus deinem Essay ergeben. Denke bitte daran, dass du den Leser zur Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem Thema animieren willst. Es ist nicht zielführend eine definitive Aussage wie „XY besagt Z.“ zu treffen. Versuche stattdessen anhand der Überlegungen des Hauptteils eine Abwägung zu treffen – „Anhand von X und Y, ergibt sich, dass Z und A in Beziehung B stehen, welche jedoch weiter zu erörtern wäre.“. Selbstverständlich reicht es nicht aus, die Variablen durch Aspekte deines Themas zu ersetzen.

Tipps für das Schreiben eines Essays

  • Keine Zwischenüberschriften

In einem Essay werden keine Zwischenüberschriften verwendet und die einzelnen Abschnitte werden durch Absätze voneinander getrennt. Eine inhaltliche Aufteilung in mehrere Abschnitte erfolgt nicht. Dein Essay sollte demnach aus lediglich drei Abschnitten - Einleitung, Hauptteil und Schluss – bestehen.

  • Keine Fußnoten

Quellen werden, anders als bei den meisten wissenschaftlichen Arbeiten, nicht in Fußnoten angegeben. Es reicht aus, ein Literatur- und Quellenverzeichnis zu erstellen. Dennoch sollten fremde Ideen, Gedanken und Aussagen klar als solche gekennzeichnet werden. Hierfür wird die indirekte Rede verwendet und direkte Rede ist in einem Essay fehl am Platze.

  • Keine Logische Gliederung der Argumente

Die im Hauptteil genannten Argumente sollten logisch gegliedert werden und nicht willkürlich aufeinander folgen. Schaffe einen logischen und nachvollziehbaren Übergang zwischen den Argumenten, dabei alle Meinungen und Gedanken sollten durch die genannten Argumente untermauert werden.

  • Schaffe einen Zeitplan

Das Verfassen eines Essays schafft Arbeit. Es handelt sich jedoch auch um eine Tätigkeit, die viel Freude bereiten kann, da die persönliche Meinung wiedergegeben und erläutert werden darf. Aus diesem Grund sind Essays bei Studenten recht beliebt – sie bieten Platz zur subjektiven Auseinandersetzung mit spannenden Themen und schulen die argumentativen Fähigkeiten der Studenten. Damit du die Freude am Verfassen von Essays nicht verlierst, solltest du einen Zeitplan aufstellen. Ein Essay, das innerhalb kürzester Zeit geschrieben werden muss, da der Abgabetermin bedrohlich nah gerückt ist, wird nicht von guter Qualität sein – und beim Schreibenden keine Freude hervorrufen.

  • Achte auf deine Sprache

Ein Essay sollte verständlich sein und die Sprache sollte jedoch nicht banal sein – sie muss sich von der Alltagssprache abheben. Um die Aussagekraft ihrer Argumente zu unterstützen, kannst du auf vielfältige sprachliche Mittel zurückgreifen. Das Verwenden derartiger Stilmittel wertet dein Essay enorm auf und schafft beim Leser wahre Lesefreude. Zudem hilft es bei der Veranschaulichung ihrer Gedanken, Thesen und Begründungen.

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