Perspektive Studiengänge, die zum Erfolg bringen


Perspektive Studiengänge, die zum Erfolg bringen

Studieren, was gefällt? Bei der Frage nach dem bestmöglichen Studienfach hören Studieneinsteiger viele Tipps. Nicht alle sind zur Umsetzung geeignet. Bedenke daher vor deinem Entschluss, dass es sich sehr wahrscheinlich um eine Entscheidung für dein gesamtes Leben handelt. Sie will gut überlegt sein. Erfahre hier, welche Studiengänge am gefragtesten sind.

Diese Fragen solltest du dich stellen

Der Numerus Clausus trägt bei vielen angehenden Studierenden erheblich dazu bei, ob sie ihren Traumberuf ergreifen können oder nicht. Ganz besonders Mediziner haben darunter zu leiden. Ein möglicher Ausweg ist, eine Ausbildung innerhalb des Fachbereiches zu absolvieren. Im Anschluss sollte der Einstieg ins Studium aber zeitnah möglich sein. Folgende Fragen solltest du dich stellen, wenn du nicht sicher bist, welcher Studiengang für dich die beste Wahl ist:

  • Wo liegen deine besonderen Fähigkeiten?
  • Bist du ortsgebunden?
  • In welchem Bereich möchtest du arbeiten?
  • Wie leistungsbereit bist du über einen langen Zeitraum und unter Stress?

Deine besonderen Fähigkeiten

Wenn du gerne Medizin studieren möchtest, deine Fähigkeiten aber nicht im naturwissenschaftlichen Bereich liegen, ist Medizin nicht dein Fach. Das gilt für dich auch, wenn du zu dem Schluss kommst, dass Juristen gebraucht werden, du dich aber gerne mit Zahlen und weniger mit Worten befassen möchtest. Kein Studiengang ist immer einfach. Berücksichtige daher deine besonderen Fähigkeiten. Dazu gehört auch deine Stresstoleranz und die Fähigkeit mit dem Scheitern konfrontiert zu werden. Als Mediziner wirst du erleben, dass Menschen sterben und als Lehrer wirst du Kinder in Familien erleben, denen du nicht helfen kannst. Das musst du aushalten können, ohne deine Motivation zu verlieren.

Die Ortsgebundenheit

Solltest du aus familiären oder anderen Gründen ortsgebunden sein, berücksichtige die Bedingungen deiner Region. Hier gibt es bei beruflichen Angeboten erhebliche Unterschiede. So kann es sein, dass im Umkreis von 50 km Lehrer Händer ringend gesucht werden, es aber Pharmazeuten im Überfluss gibt oder umgekehrt.

In welchem Bereich möchtest du arbeiten?

Achte darauf, dich für das richtige Fach und vor allem die richtige Fächerkombination zu entscheiden. Spreche mit aufgeschlossenen Praktikern und informiere dich über Alternativen.

Schätze deine Leistungsbereitschaft ein

Bringe in Erfahrung, wie hoch die Abbrecherquote in deinem gewählten Studienfach ist. Beginne dein Studium nicht leichtfertig. Dein Abitur ist die Voraussetzung dafür, dass du die Zulassung zum Studium erhaltest. Es ist aber kein Garant dafür, dass du den Herausforderungen gewachsen bist. Viele Universitäten bieten Gasthörervorlesungen, in denen du dich einen kleinen Eindruck vom Studium verschaffen kannst. Kontaktiere die Fachschaft, falls deine Schule nicht selbst solche Schnuppertage an der Uni unterstützt. Gerade Fakultäten mit anspruchsvollen Studienfächern und hoher Abbrecherquote bieten solche Veranstaltungen gerne an, auch allein für Oberstufenschüler, um deren Orientierung zu erleichtern.

Vorsicht bei Traumberufen!

Klassische Beispiele sind das Kunststudium, Romanistik oder auch Geschichte. Auch wenn ein Fach dich besonders fasziniert, bedenke, dass du eines Tages davon leben willst. Wie wird deine Zukunft aussehen? Studium ist kein Zeitvertreib. Du musst damit Geld verdienen, um dich auch Wünsche erfüllen zu können, die dir wichtig sind. Überlege daher kritisch, ob du mit einem breit aufgestellten Studienfach nicht besser aufgestellt bist, in dem du in vielen Bereichen tätig werden kannst. Solltest du dich für ein exotisches Studienfach entscheiden, weil es deinem Lebenstraum entspricht, kann eine Ausbildung vorab ein Sicherheitsnetz sein. Vermeide unnötige Risiken bei so wichtigen Entscheidungen, wie es die Berufswahl ist. Wenn du aber absolut davon überzeugt bist, dass deine Wahl für dich richtig ist, solltest du deine Entscheidung umsetzen.

Stelle dich breit mit beliebtesten Studiengängen auf

Berufe, mit denen du sehr breit aufgestellt bist:

  • Soziologie
  • Jura
  • Medizin
  • Verwaltungswesen

Als Absolvent dieser Studiengänge kannst du in sehr vielen Bereichen tätig werden. Der Arbeitsmarkt bietet daher eine Reihe von Einstiegsmöglichkeiten, auf die du vielleicht während deines Studiums noch gar nicht gekommen bist. Werfe daher regelmäßig einen Blick auf die Stellenanzeigen. Solltest du ein Praktikum absolvieren wollen, bewerbe dich bei den Unternehmen, die Absolventen deines Studiengangs suchen. Als Medizinstudent kannst du auch in einem Verlag arbeiten, der Medizinjournalisten sucht. Für angehende Juristen ist ein Praktikum bei einer Versicherung eine gute Erfahrung. Im Rahmen eines solchen Praktikums erfährst du auch, wie dein Einstiegsgehalt aussehen könnte und mit welchem Durchschnittsgehalt zu rechnen ist. Bedenke, dass der Arbeitsmarkt sich wandelt! Wenn heute in vielen Bundesländern Lehrer gesucht werden, bedeutet das nicht, dass das nach Abschluss deines Studiums weiterhin der Fall ist.

Diese Studiengänge sind besonders zielführend

Eine Jobgarantie gibt es nicht. Schließ dein Studium unbedingt ab, bemühe dich um gute Noten und sammele praktische Erfahrungen. Gefragt sind Absolventen aus den Bereichen:

  • Technik
  • Sozial/Pflegerisch
  • Wirtschaftswissenschaften
  • Marketing/Kommunikation

Achte auch während deines Studiums darauf, was an neuen Kursen angeboten wird. Viele Universitäten bemühen sich, schnell auf den Markt zu reagieren. So kannst du zu den ersten gehören, die neue Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllen. Wenn du Praktika absolvierst, kannst du mit deinen Vorgesetzten sprechen, was sie empfehlen, woran es oftmals fehlt und welche Entwicklung sie vermuten.

Bachelor, Master und Promotion

In manchen Berufen genügt der Bachelor für den Berufseinstieg, bei anderen ist das eher nicht der Fall. Wenn du in die Forschung oder in die Führungsetagen willst, solltest du möglichst einen Masterstudiengang anschließen. In den Naturwissenschaften ist eine Promotion fast immer notwendig, um Fuß zu fassen.

Duale Studiengänge

Duale Studiengänge sind eine Herausforderung für reine Theoretiker. Diese Studiengänge verbinden bereits während der Ausbildung die Praxis mit theoretischem Wissen. In vielen Bereichen ist das heute möglich und wird nicht nur von Unternehmern positiv bewertet. Durch den frühen Einstieg in den beruflichen Alltag wirst du als Studentin oder Student für dein späteres Arbeitsumfeld sensibilisiert. Auch die Motivation kann sich dadurch deutlich verstärken, denn du siehst nun, wofür du dein theoretisches Wissen brauchst. Du erkennst auch, was du schon selbst leisten kannst und wo es noch an Wissen fehlt. Der Vorteil ist aber auch, dass du neben deinem Studienabschluss in vielen Ausbildungen zugleich einen Berufsabschluss absolvierst. Das erweitert deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erheblich.

Im Unternehmen, dass dich einstellt, können sich deine zukünftigen Kollegen darauf verlassen, dass du die praktischen Abläufe kennst und gleich ein wertvoller Mitarbeiter bist. Duale Studiengänge wurden entwickelt, weil Unternehmer die fehlende Praxis kritisiert haben und somit selbst lehrend tätig geworden sind oder die Ausbildungen unterstützen. Duale Studiengänge sind begehrt und erhöhen die Chance, auf einen Arbeitsplatz.

Was ist noch wichtig?

Bevor du dich für einen Studiengang entscheidest, prüfe deine Möglichkeiten. Auch heute noch kommt es vor, dass Studierende sich für ein Fach entscheiden, das für deinen zukünftigen Wunschberuf nur eingeschränkt tauglich ist. Das passiert z. B., wenn es neue Studiengänge gibt, die für das gesetzte Ziel besser geeignet sind. Nehme die Studienberatung daher unbedingt in Anspruch und stelle deine Ziele dar. Du musst ein Praktikum in deinem Zielberuf absolvieren, um dich einen Einblick in die praktische Arbeit verschaffen.

Wenn du Tiermedizin studieren möchtest, hospitiere in einer Praxis für Groß- und Kleintiere. Wenn du dich für ein Jurastudium interessierst, schaue einem Sozialarbeiter oder einem Gerichtsvollzieher über die Schulter. Befasse dich in dieser Findungsphase mit den anstrengenden und auch unangenehmen Seiten des Berufs. Diese Ereignisse sind es, die einen nicht unerheblichen Teil der Berufseinsteiger überfordern können. Das gilt auch für Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter. Besonders kritisch solltest du mit sehr spezialisierten Berufen sein, die dir kaum Ausweichmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt bieten können.

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