Abbildungen in wissenschaftlichen Arbeiten


Abbildungen in wissenschaftlichen Arbeiten
Eine Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Seminararbeit besteht nicht nur aus reinen Text. Auch Abbildungen, in Form von Grafiken und Statistiken, sind wichtige Bestandteile einer akademischen Arbeit. Schließlich sorgen optische Elemente automatisch dafür, dass der Text besser lesbar und aufgewertet ist. Aber Vorsicht: Zu viel des Guten kann mehr schaden als nützen. Aus diesem Grund sollten die optischen Teile immer mit Sinn und Verstand verwendet werden. Eine Abbildung kann sich zum Beispiel besonders empfehlen, wenn ein komplexer Sachverhalt mittels Grafiken, Diagrammen, Tabellen oder Bildern erklärt werden soll. Zur Überprüfung der Qualität der Abschlussarbeit sollte zudem ein Lektorat beauftragt werden.
Dieses kann nicht nur durch professionelles Korrekturlesen weiterhelfen, sondern überprüft auch parallel das Inhaltsverzeichnis, Deckblatt, Abbildungsverzeichnis, die Verwendung von Sprache und Synonyme sowie Übersetzungen. Gerade wer aus dem Englischen übersetzen muss, weiß den Mehrwert eines Ghostwriters, Korrektoren oder Lektorats zu schätzen.


Die verschiedenen Varianten von Abbildungen

In wissenschaftlichen Arbeiten können Studenten einer Hochschule oder Universität auf verschiedene Arten von Abbildungen zurückgreifen. Es gibt zum Beispiel:
  • Grafiken
  • Tabellen
  • Bulletpoints
Jedoch sollten Bulletpoints in wissenschaftlichen Arbeiten in keinem Fall verwendet werden. Studenten sollten lieber Tabellen oder Grafiken einsetzen, um ihre Inhalte zu verdeutlichen. Diese bieten nämlich einen besonderen Mehrwert für den Leser und brechen den Text gewinnbringend auf. Oftmals sind Abbildungen mit spezifischen Daten, wie ein Balken- oder Kurvendiagramm, gern gesehen. Darüber hinaus können komplexe Prozesse auch mittels eines Prozessdiagramm veranschaulicht werden.


Wohin mit den Abbildungen - Anhang oder Fließtext?

Die meisten Studenten fragen sich beim Anfertigen der Arbeit, wo sie die Grafiken unterbringen sollen. Ist hierfür der Anhang oder doch eher der Fließtext geeignet? Zur Beantwortung dieser Frage ist ein Blick in die Richtlinien für die Gestaltung von wissenschaftlichen Arbeiten sinnvoll. Diese Richtlinien werden „Style Sheets“ genannt und fast jede Uni stellt sie zur Verfügung. Aber auch Dozenten, Professoren oder andere Betreuer können für Klarheit sorgen.

In der Regel verfahren aber die meisten Universitäten und Hochschulen in diesem Punkt aber wie folgt: Eine Integration von Abbildungen kann im Fließtext erfolgen. Wichtig ist allerdings, dass ein direktes Verständnis und eine Verknüpfung zum Text vorliegen. Dies kann zum Beispiel ein Auszug einer Statistik im Bezug auf das ausgewählte Thema sein.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Tabellen oder Grafiken eingefügt werden. Denn dies kann als künstliches Strecken der Arbeit ausgelegt werden. Darüber hinaus müssen die Abbildungen auch mit einer Anmerkung und Erläuterung versehen werden. Dies ist eine Beschriftung sowie chronologische Nummerierung der Grafiken.

Im Anhang werden sämtliche Abbildungen, die für die Anfertigung des Textes wichtig waren aber nicht zur Unterfütterung der Arbeit dienlich sind, abgelegt. Ein gutes Beispiel hierfür sind Fragebögen der eigenen Studie sowie detaillierte Berechnungen. In keinem Fall sollte der Anhang als Ablage von Recherchematerial dienen. Vielmehr sollte die Literaturrecherche immer einen Sinn sowie eine Verknüpfung zum Thema widerspiegeln.


Das Urheberrecht beachten

Ein weitere wichtiger Punkt ist das Einhalten und Beachten des Urheberrechts. Dies gilt nicht nur für den Fließtext sondern auch für den Anhang. In beiden Fällen muss immer die eigentliche Quelle penibel benannt werden. Die Quellenangabe entfällt natürlich, wenn die Abbildung selbstständig erstellt wurde. Falls allerdings eine Grafik mit den Informationen einer bestehenden Quelle erstellt wurde, so muss eine Anmerkung „nach Quelle XY“ vorhanden sein.

Besonders bei diesem Kriterium lauern schon die ersten Fallstricke. Viele Studenten vergessen diese wichtigen Zusatzfaktoren und handeln sich dadurch immense Schwierigkeiten ein. Schließlich liegt ein Zitatfehler vor und das Urheberrecht wurde verletzt. Wenn die Bachelorarbeit publiziert werden soll, kann dieses Vorgehen ernste finanzielle Konsequenzen verursachen. Aus diesem Grund sollte jeder Student aus eigenem Interesse vor der Publikation eine Genehmigung für jedes Bildzitat einholen. Nur so können Rechtsverletzungen ausgeschlossen werden.

Als Prävention vor einer Rechtsverletzung können gemeinfreie Quellen genutzt werden. Dies sind Quellen von Bilder, bei denen der Urheber schon vor mehr als 70 Jahren verstorben ist. Dennoch sollte man auch hier aufpassen. Viele Rechte von solchen Quellen liegen bei Dritten, wie Fotografen oder Museen. Eine genaue Prüfung sollte hier am besten im Vorfeld erfolgen. Problemlos genutzt werden können hingegen die Bilder mit Creative Commons-Lizenz (kurz CC-Lizenz). Hier kann mit der Nennung des Urhebers eine Weiterverbreitung, kommerzielle Nutzung und Veränderung erfolgen.

Die Bilderqualität ist entscheidend

Nicht nur die Qualität der Arbeit spielt bei der Bewertung eine zentrale Rolle. Auch die Eingliederung, Verwendung sowie Qualität des Bildmaterials sind entscheidend. Aus diesem Grund sollte jeder Student auf die Typografie des Bildmaterials achten. Stimmen zum Beispiel die verwendete Schriftfarbe und Größe mit der der restlichen Arbeit überein? Und wird auch optisch ein Mehrwert erzielt?

Darüber hinaus dürfen in keinem Fall Scans aus Büchern oder einfach Internetbilder verwendet werden. Die Prüfungskommission möchte schließlich sehen, wie zielführend die Studenten wissenschaftlich arbeiten können. Und hier ist Copy and Paste unangebracht. Des Weiteren sollte die Druckauflösung der Grafiken mindestens 300 dpi betragen.

Zudem dürfen die eingefügten Tabellen und Abbildungen nicht variieren, sondern müssen in ihrer Optik konform und einfach gestaltet sein. Denn die Inhalte und Informationen müssen auf dem ersten Blick für jeden ersichtlich sein. Unübersichtliche Grafiken, wie 3-D-Grafiken oder Designexperimente, gehören aus diesem Grund nicht in die Arbeit hinein.